Dorrit Maria Hanke
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In den letzten Jahren, als sie nicht mehr selbst Klavier oder Clavichord spielen konnte und ihre Spiritualität einem tiefen christlichen Glauben sich immer mehr näherte, erzählte sie mir (Wolfgang Wallner-F.) oft von ihren geistigen Kontakten mit Jesus.
Jesus sagte zu ihr, sie solle für ihn spielen, was sie auch in tiefer Innigkeit tat.

Hier ein Gebet zu ihrer Musik.


O Herr, lass mich im Kreuzweg Dir ein immerwährendes Loblied singen, das J.S. Bach in der Kunst der Fuge schrieb.

Amen

(Bemerkung, Dorrit schrieb in der Vorweihnachtszeit 2017 an einen Freund:
Sie wissen ja, dass ich mich vor der Chemotherapie einige Jahre mit der Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach befasste und sie Gott sei Dank auch fertig brachte.

Drei Fugen habe ich aufgenommen, die auf YouTube zu hören sind. Hier der Link:

https://www.youtube.com/watch?v=OVqDyeQh2jc

 

Vor ungefähr 6 Jahren, als ich inmitten meiner Arbeit war, schaute ich bei einem sonntäglichen Kirchgang auf ein großes Kreuz mit Christus, welches in der Vorhalle der Kirche stand.

Die Menschen gingen unachtsam vorbei, was mir sehr weh tat.

Plötzlich schien es mir, als ob Jesus zu mir spräche, wobei er mir eingab, die Kunst der Fuge sei nichts anderes, als der Kreuzweg Jesu Christi.

 

Diese Botschaft ließ mir keine Ruhe und ich begann nachzuforschen, ob daran etwas Wahres sein könnte.

Und tatsächlich stimmten die Fugen von ihrer Ausstrahlung her ganz genau zum Kreuzweg.

Contrapunktus 12 und 13 sind doppelt. Sie entsprechen den Stationen "Jesus stirbt am Kreuz" und "Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt", wobei die 12. Fuge besonders tragisch ist.

Diese Stationen sind meines Erachtens der Höhepunkt des Kreuzweges.

 

Auch Contrapunktus 11 mit seinem Leidensmotiv entspricht der Station "Jesus wird ans Kreuz genagelt".

Die 13. Fuge sehe ich thematisch als die Abnahme vom Kreuz.

Die 4. Fuge "Jesus begegnet seiner Mutter" finde ich besonders gefühlvoll. Die vier Canons zum Schluss könnten den vier Evangelisten entsprechen.

Mir ist bewusst, dass verschiedene Verlage unterschiedliche Reihenfolgen der Fugen bevorzugen. Ich benutze die Henle-Ausgabe von 1989, Davitt Moroney.

Mich würde sehr interessieren, was sie zu meiner These sagen, weil ich Sie als Mensch und Musiker so sehr schätze.

Übrigens lerne ich die Fugen wieder auswendig, nachdem die Chemo das Gehirn regelrecht ausgebrannt hat und alles vergessen war.

So kann ich auch jetzt noch für unseren Herrn spielen, damit er nicht so leiden muss, so wie er immer zu mir sagt: "Spiel' für mich, tröste mich!")

 

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„Mein Gebetsbuch“